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Was kostet ein Businessplan? Preise, Optionen & DIY vs. Profi

Von Jan Lenzbauer · 7. März 2026 · 8 Min. Lesezeit

Du willst dich selbstständig machen und fragst dich: „Was kostet mich ein Businessplan?" Das ist eine verständliche Frage – nur: Es ist die falsche Frage. Stattdessen solltest du dich vielmehr fragen: „Was kostet mich die fehlende oder unzureichende Finanzierung, wenn mein Businessplan nicht überzeugt?" In diesem Artikel zeigen wir dir einen ehrlichen Kostenvergleich und eine Rentabilitätsrechnung, die dir bei der Entscheidung hilft.

1. Warum die Frage „Was kostet ein Businessplan?" die falsche Frage ist

Die meisten Gründer denken beim Wort „Kosten" sofort an den Preis, den sie zahlen müssen. Aber es gibt zwei Kostenseiten: die Kosten für die Erstellung und die Kosten für ein schlechtes oder fehlendes Ergebnis.

Ein schlecht gemachter Businessplan führt zu Ablehnung bei der Bank. Die Folge: Entweder kein Geld für deinen Start, oder du musst bei teureren Alternativen (Privatkredit, höhere Zinsen) landen. Das kostet dich deutlich mehr als ein professioneller Plan gekostet hätte.

Die richtige Frage lautet also: „Wie viel ist mir die Erfolgschance wert?" Wenn du einen Gründerkredit von 50.000 € brauchst und ein gut gemachter Plan die Erfolgschance von 40 % auf 90 % erhöht, dann rentiert sich jede Investition darin.

2. Option 1: Businessplan selbst erstellen (kostenlos, aber zeitaufwändig)

Das günstigste Angebot: null Euro. Du setzt dich hin, schreibst alles selbst auf und erstellst deine Finanzplanung in Excel.

Kosten:

  • Sachkosten: 0 €
  • Deine Zeit: 40–80 Stunden

Für wen geeignet?

Nur wenn du bereits Erfahrung in Unternehmensführung hast und dein Geschäftsmodell sehr einfach ist. Du brauchst auch kaufmännische Grundkenntnisse und gute Schreibfähigkeiten. Die meisten Gründer unterschätzen den Aufwand um das Fünffache.

Das Risiko:

Die meisten selbst geschriebenen Pläne scheitern bei Banken, weil die Finanzplanung unrealistisch ist, die Marktzahlen fehlen oder der Text unprofessionell wirkt. Du wirst viel Zeit investieren – und das Ergebnis könnte trotzdem nicht gut genug sein.

3. Option 2: Templates & Vorlagen (20–100 €)

Ein beliebter Mittelweg: Du kaufst eine Businessplan-Vorlage und füllst sie aus. Online gibt es unzählige Templates – von der WKO, von Gründer-Plattformen oder auch von kommerziellen Anbietern.

Kosten:

  • Vorlage: 20–100 € (kostenlose Varianten: WKO, AMS, aws)
  • Deine Zeit: 30–50 Stunden

Für wen geeignet?

Wenn du schreiben kannst, aber nicht alles von Grund auf neu erfinden willst. Die Vorlage gibt dir eine Struktur, die Fehler minimiert.

Das Risiko:

Templates sind generisch und nicht auf deine Branche zugeschnitten. Kreditprüfer erkennen Template-Businesspläne auf den ersten Blick – das macht einen schlechteren Eindruck. Die Finanzplanung ist oft zu oberflächlich und überzeugt kritische Banken nicht.

4. Option 3: Klassische Unternehmensberater (500–5.000+ €)

Große Beratungsfirmen oder lokale Unternehmensberater erstellen Businesspläne – kosten aber deutlich mehr.

Kosten:

  • Einfacher Plan: 500–1.000 €
  • Ausführlicher Plan mit Branchenanalyse: 2.000–5.000+ €
  • Beratung auf Projektbasis: 3.000–10.000 €

Für wen geeignet?

Wenn dein Geschäftsmodell komplex ist, du in einem neuen Markt startest oder große Investitionen planst. Einige Förderstellen akzeptieren nur von zertifizierten Beratern erstellte Pläne.

Das Risiko:

Klassische Berater verlangen oft für Standardaufträge zu viel Geld. Sie rechnen nach Stunden ab – und eine einfache Gründung wird schnell zum teuren Projekt. Zudem: Viele Berater sind nicht auf Bankfinanzierung spezialisiert, sondern eher auf große Unternehmensreorganisationen ausgerichtet.

5. Option 4: Spezialisierte Anbieter wie Lenz Consulting (349–1.199 €)

Eine moderne Alternative: Spezialisierte Plattformen und Dienstleister, die sich nur auf Gründerbusinesspläne konzentrieren.

Kosten:

  • Basis-Paket: 349 € inkl. USt.
  • Premium-Paket mit Finanzplanungsberatung: 749 €
  • Premium+ mit Investor-Pitch-Support: 1.199 €

Für wen geeignet?

Für jeden Gründer, der einen bankfähigen Plan braucht und Zeit sparen will. Die Spezialisten kennen genau, was Banken erwarten und erstellen Pläne, die sofort überzeugen.

Das Plus:

Spezialisierte Anbieter sind schnell (5 Werktage), fokussiert und wissen, worauf es ankommt. Sie rechnen Pauschalpreise ab – deshalb sind die Kosten fair und kalkulierbar. Bei Lenz Consulting beispielsweise steckt umfangreiche Finanzierungserfahrung hinter den Plänen, da jahrelang Kredite von Banken bewertet wurden und genau bekannt ist, worauf Kreditprüfer Wert legen.

6. Was beeinflusst den Preis?

Unabhängig davon, ob du selber schreibst oder einen Profi beauftragst – diese Faktoren beeinflussen den Aufwand und damit den Preis:

Geschäftsmodell-Komplexität

Ein einfacher Online-Shop ist schneller geplant als ein technologie-intensives Unternehmen mit mehreren Einnahmequellen. Je komplexer dein Modell, desto mehr Arbeit steckt in der Finanzplanung.

Finanzierungsbedarf

Brauchst du 50.000 €, muss die Finanzplanung wasserdicht sein. Brauchst du 500.000 € (beispielsweise für eine Produktionsstätte), wird der Plan deutlich umfangreicher.

Branche

Gastronomie, Einzelhandel und Produktion brauchen detaillierte operative Pläne. Ein Dienstleistungsbusiness ist schneller durchgeplant.

Verwendungszweck

Ein Businessplan für die Bank ist anders als ein Investor-Pitch-Deck. Wenn du beides brauchst, steigt der Aufwand.

7. Die ROI-Rechnung: Wann lohnt sich professionelle Hilfe?

Hier kommt die entscheidende Rechnung: Professionelle Hilfe lohnt sich immer, wenn der Finanzierungsbedarf über 25.000 € liegt.

Beispiel: Du brauchst einen Gründerkredit von 50.000 €. Der Businessplan kostet dich 349 €. Die Erfolgschance mit einem selbst geschriebenen Plan: 40 %. Mit einem professionellen Plan: 85 %. Das ist der Unterschied zwischen Zusage und Ablehnung – und damit ist der Plan die beste Investition, die du tätigen kannst.

Oder anders gerechnet: Wenn dein Plan die Erfolgschance um nur 10 % erhöht (von 70 % auf 80 %), und du brauchst 50.000 €, dann sparst du dir durch die Zusage 5.000 € an Zinsen – das Vielfache der Kosten für den Plan.

8. Wann lohnt sich professionelle Hilfe wirklich?

Du solltest einen Profi beauftragen, wenn:

  • Du einen Bankkredit brauchst (ab 10.000 € Finanzierungsbedarf)
  • Du Förderungen beantragst (AMS-UGP, aws, WKO-Programme)
  • Du Investoren ansprechen willst
  • Du wenig Erfahrung in Unternehmensführung hast
  • Dein Geschäftsmodell komplex ist (mehrere Einnahmequellen, neue Branche, neue Märkte)
  • Du deine Zeit lieber in den Aufbau des Unternehmens investieren willst als in Schreibarbeit

Du kannst es selbst versuchen, wenn:

  • Du nur für dich selbst planst (Bootstrap-Gründung)
  • Dein Finanzierungsbedarf unter 10.000 € liegt
  • Du umfangreiche Unternehmens- und Zahlenerfahrung hast
  • Du viel Zeit zur Verfügung hast und kein Problem mit Schreibarbeit

9. Fazit: Die beste Investition für dein Gründerbudget

Was kostet ein Businessplan? Das kommt auf deine Situation an. Kostenlos erfordert es viel Zeit. Ein Template kostet 20–100 € und etwas weniger Zeit. Professionelle Hilfe kostet 349–1.199 € und spart dir Wochen an Eigenarbeit.

Aber das ist die zentrale Erkenntnis: Wenn du Geld brauchst, ist ein professionell erstellter Businessplan die beste Investition, die du tätigen kannst. Er ist deine Eintrittskarte zu Krediten, Förderungen und Investitionen. Und ein Plan, der die Erfolgschance deiner Finanzierung um 20–30 % erhöht, rentiert sich um ein Vielfaches aus.

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